Drei Bernhard-von-Cotta-Preise des Vereins der Freunde und Förderer vergeben

Presseinformation (Nr. 0) - Technische Universität Bergakademie Freiberg, Autor: Torsten Mayer, /

Auf der Jahresmitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF) wurden zwei Absolventen und ein Wissenschaftler der TU Bergakademie mit dem Bernhard-von-Cotta-Preis für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Für ihre Diplomarbeit im Studiengang Angewandte Mathematik erhielt den Preis Melanie Nentwich. Markus Wagner erhielt ihn für seine Masterarbeit im Studiengang Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten. Dr. Dirk Tischler wurde für seine Doktorarbeit im Bereich Mikrobiologie mit dem Preis des VFF bedacht.

Träger des Bernhard-von-Cotta-Preises 2012: Melanie Nentwich, Dr. Dirk Tischler (2.v.l.) und Markus Wagner (2.v.r.) zusammen mit Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF, 3.v.l.), Prof. Hans-Jürgen Kretzschmar, Geschäftsführer VFF (r.) und Prof. Gerhard Roewer, Vorstandsmitglied VFF (l.)
© Foto: Torsten Mayer / TU Bergakademie Freiberg
Träger des Bernhard-von-Cotta-Preises 2012: Melanie Nentwich, Dr. Dirk Tischler (2.v.l.) und Markus Wagner (2.v.r.) zusammen mit Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF, 3.v.l.), Prof. Hans-Jürgen Kretzschmar, Geschäftsführer VFF (r.) und Prof. Gerhard Roewer, Vorstandsmitglied VFF (l.)

pMelanie Nentwich absolvierte den Diplomstudiengang Angewandte Mathematik. Für ihre fachübergreifende Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit der Strukturbestimmung von ausgewählten Selten-Erd-Verbindungen. Die Struktur dieser volkswirtschaftlich wichtigen Verbindungen ist bisher wenig untersucht. Frau Nentwich betrachtete zunächst die mathematischen Grundlagen und wendete diese anschließend auf reale Strukturen von Selten-Erd-Verbindungen an. Weiterhin verglich und bewertete sie die erstellten mathematischen Strukturmodelle mit gemessenen realen Strukturen von Selten-Erd-Verbindungen. Hierfür arbeitete Frau Nentwich mit dem Institut für Experimentelle Physik und dem Synchrotronstrahlungslabor HASYLAB in Hamburg zusammen.

Markus Wagner ist Absolvent des Master-Studiengangs Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten. In seiner fachübergreifenden Masterarbeit untersuchte er Härtungsverfahren, mit denen man bestimmte Autobauteile widerstandfähiger bei Zusammenstößen und damit das Auto sicherer machen kann. Die Bauteile, zu denen die Stoßstange zählt, können dank der Untersuchungsergebnisse von Markus Wagner zukünftig mit bis zu 50 Prozent weniger Materialeinsatz gebaut werden. Am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden härtete er mit Hilfe von Laserstrahl-Schmelztechnik die Bauteile, wobei er die geometrische Struktur der Aufschmelzbereiche optimierte. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen haben ein großes Interesse in der Automobilindustrie hervorgerufen und sollen in ähnlicher Form zukünftig auch eingesetzt werden.

Dr. Dirk Tischler vom Institut für Biowissenschaften hat in seiner Dissertation Biokatalysatoren aus Enzymen untersucht. Er entdeckte dabei eine neue Klasse des Enzyms Styrol-Monooxygenase. Damit lassen sich die Verfahren verbessern, mit denen wichtige Vorprodukte von Medikamenten, die so genannten Epoxide hergestellt werden. Mit der neuen Enzymklasse kann umweltverträglich und effizienter als mit bisherigen Verfahren produziert werden. Dr. Tischler erhielt für seine Doktorarbeit bereits den Preis des Dresdner Gesprächskreises der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Mit dem Bernhard-von-Cotta-Preis soll auch das Wirken dieses bedeutenden deutschen Geologen und Lehrers der Bergakademie Freiberg gewürdigt werden. Bernhard von Cotta lebte von 1808 bis 1879 und erwarb sich besondere Verdienste auf dem Gebiet der Geologie und Erzlagerstättenkunde.

Der Cotta-Preis mit 1000 Euro für hervorragende Abschlussarbeiten von Studierenden und mit 2000 Euro für Doktorarbeiten dotiert.